Lovecraft, H.P. – Berge des Wahnsinns [Rezension]

Howard Phillips Lovecraft – oder, wie ich ihn gerne nenne, der Godfather der Horrorliteratur. Sein Cthulhu-Mythos ist längst Kult und auch in der Literaturwelt wird mehr und mehr erkannt, was für einen Einfluss Lovecraft auf unsere heutige Literatur hat. Er gilt als einer der bedeutendsten Horror-Schriftsteller; und ganz nebenbei ist er mein größtes literarisches Vorbild und Idol.

Übersicht

Titel: Berge des Wahnsinns
Originaltitel: At the Mountains of Madness
Autor: H.P. Lovecraft
Reihe: Nein
Verlag: Festa
Seiten: 256 Seiten
Format: Hardcover, E-Book
Preis: 16,80€, 4,99€
ISBN: 978-3-86552-422-5

Das Buch könnt ihr hier erwerben: Festa | Amazon | Thalia

Das berühmte Meisterwerk des US-amerikanischen Kultautors, in der Übersetzung von A. F. Fischer.

Inhalt:
Berge des Wahnsinns – mit 32 Illustrationen von Timo Wuerz
Anhang:
Will Murray: Das Problem mit den Shoggothen
David A. Oakes: Eine Warnung an die Welt: Der Appell in Berge des Wahnsinns

Ein Wort zum Autor

Als ich den Festa-Verlag um ein Rezensionsexemplar von Lovecraft bat, hätte ich niemals damit gerechnet, dass sie mir tatsächlich eins zusenden. Wie ihr jedoch anhand dieser Rezension sehen könnt, haben sie mich überrascht. Die wunderbare Inge vom Festa-Verlag hat mir Berge des Wahnsinns zugeschickt, welches eine der ersten längeren Geschichten von Lovecraft war, der zuvor vor allem für Kurzgeschichten Bekanntheit erlangt hatte.
Dabei zeigt sich in Berge des Wahnsinns, wie wunderbar ganze Geschichten in Lovecrafts Stil wirken. Denn dieser ist, zugegeben, extrem eigen: sowohl seine Wortwahl, als auch sein Schreibstil sind altertümlich, darauf bedacht, mit seinen Worten eine Wirkung zu erzielen. Dies zeichnet sich vor allem in seinem geradezu exzessiven Gebrauch von Adjektiven wieder. Leser, die am liebsten kurze Sätze und Geschichten mit simplen Inhalt haben, werden mit Lovecraft nicht glücklich werden. Ebenfalls auffällig sind sein Gebrauch von Gedankenstrichen und Semikola. Man merkt, wie viel Liebe zum Detail in seinen Sätzen steckt.
Lovecraft ist keine leichte Kost und doch ein literarisches Genie, das sich stets selbst treu geblieben ist und sein Schreiben als Kunst ansah, nicht als Geschäft. Und diese Liebe, diese Verehrung seiner Kunst, die fühlt man beim Lesen.
Abschließend muss ich erwähnen, dass Lovecraft Anfang des 20ten Jahrhunderts lebte und den Großteil seiner Geschichten zwischen 1920 und 1940 veröffentlichte. Moderne Technologie findet sich hier also nicht.

» Ich muss mein Schweigen brechen, weil Männer der Wissenschaft sich geweigert haben, meinem Rat zu folgen, ohne das Nötige zu wissen. «

Mit diesem schönen Satz beginnt Berge des Wahnsinns. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Professor William Dyer erzählt, seines Zeichens Geologe an der (fiktiven) Miskatonic Universität. Dyer war Leiter der Miskatonic-Expedition in die Antarktis, welche er zusammen mit dem Physiker und Meteorologen Atwood, dem Ingenieurswissenschaftler Pabodie und dem Biologen Lake, sowie sechzehn Hilfskräften antrat. Ziel dieser Expedition war das zutage fördern von Bodenproben durch Bohrungen, etwas, was zum Zeitpunkt des Buchs noch niemandem gelungen war.
Doch bei diesen Bohrungen geht etwas gründlich schief, denn Dyer und sein Team entdecken in den eisigen äonenalten Gesteinsschichten Dinge, die kein menschliches Auge je zuvor erblickt hat…

» Berge des Wahnsinns, deren entfernteste Hänge über einen letzten, fluchbeladenen Abgrund hinausblickten. «

Was genau Dyers Expedition vorfindet, möchte ich euch ehrlich gesagt nicht spoilern. Lasst mich nur so viel sagen: es wird abscheulich und zyklopisch. Lovecraft versteht es, seinem Leser in sämtlichen Details seine Welt zu schildern und entführt ihn in ein düsteres Paradies des Horrors. Unterstrichen werden Lovecrafts Erzählungen durch Illustrationen von Timo Wuertz, welche die Geschichte vollends zum Leben erwecken. Wirklich, dieses Buch ist ein absolutes Kunstwerk und ich konnte die ersten Tage gar nicht aufhören, es mit Herzchen-Augen anzustarren und überall mit mir rumzuschleppen; selbst im Bett hatte ich es stets neben mir liegen!

Mein Fazit

Berge des Wahnsinns von H.P. Lovecraft ist eine großartige Horror-Erzählung, die ich jedem bloß wärmstens ans Herz legen kann, der Interesse an düsterer Literatur hat. Lovecraft kann man Getrost als Klassiker bezeichnen und dieses Buch bildet den perfekten Einstieg in den Cthulhu Mythos für jeden, der sich dem Kult und dem Großen Alten Cthulhu ergeben möchte. Ich für meinen Teil habe die Stunden sehr genossen, die ich in diesem wunderschönen Buch geschmökert habe.
Zum Schluss noch ein Dank an den Festa Verlag, der mir das Buch zukommen ließ. Danke, wirklich. ♡

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