Bähr, Emily – Wasteland: Tag des Neubeginns [Release Countdown]

Hallo ihr Lieben… 
 
Bild könnte enthalten: eine oder mehrere Personen und Text
 
 
Und ein großes Herzlich Willkommen an alle. 
 
Betty, kannst du mal bitte still sein? 
Du darfst gleich reden, aber ich muss die Menge erst einmal auf dich vorbereiten, okay? 
Schließlich ist das was du tust nicht ganz, naja sagen wir, NORMAL. 
 
Wie Bitte!? Nicht normal? Überlegst du mal in was für einer Zeit ich lebe? 
 
Ja, zur Axt nochmal! Deshalb ist Klappe halten angesagt! Die Leute müssen erstmal warm mit dir werden. 
Also
ihr Lieben… Betty habt ihr ja bereits kennengelernt und ihr seht, sie
ist aufbrausend. Was genau ihr Job ist und wie sie im Ödland lebt
erfahrt ihr jetzt.
Betty ist schließlich ein Ragtag und nimmt euch mit um einen Tag mit euch zu verbringen… 
 
 
Morgen, ihr Irren. Bewaffnet euch, denn jetzt ist es an der Zeit für euch, mit mir in dieses gottlose Land zu kommen.
Wir haben einen Fußmarsch vor uns, der euch den Schweiß in den Nacken
treiben wird. Verliert ihr mich aus den Augen, dann lasse ich euch
zurück.
Als die Container in Sicht kommen,
graut der Morgen bereits. Graveyard ist in Sicht gekommen, doch es ist
viel zu still, sodass meine Hand automatisch zu meiner Waffe wandert. 
Ein kleiner Schatten bewegt sich auf uns zu und ich bin schon drauf und
dran den vermeintlichen Zombie umzubringen, als ich die kleine Gestalt
erkenne. Es ist Mary, meine Schwester und ihre goldenen Locken sinf noch
ganz zerzaust. Sie ist erst 6 Jahre alt und spaziert viel zu unbedarftdurch das Leben, aber ich trage daran eine Mitschuld.
»Sag
mal, hast du sie noch Alle?« Ich bin vollkommen außer mir, doch als sie mich
mit ihren großen blauen Kulleraugen anschaut, verraucht meine Wut sofort und
ich schließe sie in die Arme. Mary und mein kleiner Bruder Jack, er ist erst
vier, sind meine Schwachstelle und machen mich angreifbar.
Ich schiebe sie auf Armeslänge von mir weg.
»Ich habe dich kommen sehen und wollte nach dir schauen, ob es dir gut geht,«
erklärt sie kleinlaut.
»Ist schon gut meine Kleine. Du hast nichts falsch gemacht aber denk daran, dass
du immer gut auf deinen Bruder aufpassen musst, okay?«
Sie lächelt mich an, bevor sie mir ihr Versprechen gibt und ich sie an der Hand
nehme, damit wir nach Hause gehen können.
Nach Hause, ist ein Begriff der in dieser Welt eigentlich nicht existiert.
Besonders nicht als Ragtag. Wir leben hier draußen oder versuchen es zumindest
und sind nicht wie die Städte von Mauern um geben.
Fressen oder gefressen werden – bedeutet
bei uns die bitte Wahrheit.
Wer immer auf der Hut ist um dich vor Zombies eliminiert zu werden, der tut gut
daran, auch den Menschen hier draußen nicht zu vertrauen.
Mit Mary an meiner Seite, gehe ich durch die Schatten nach Hause, denn die
Leute sollen nicht sehen, dass hinter mir, der eiskalten Kopfgeldjägerin, auch
eine liebevolle große Schwester ist, die sich um ihre Lieben sorgt.
In unserem Container, liegt Jack noch friedlich schlafend zwischen einem Berg
von Decken und Kissen, dem einzigen Luxus, den wir uns hier draußen erlauben
können. Mit den dunklen Haaren, die ihm strähnig in die Stirn hängen, sieht er
aus wie Dad, doch ich schüttle schnell den Kopf um diesen Gedanken zu
vertreiben.
Mum hatte uns verlassen und ist mit einem fremden losgezogen, der besser aussah
als mein Dad und vor allem viel mehr Geld besaß. Ich hoffe, dass sie irgendwo
bei lebendigem Leibe zerrissen wurde, denn ich kann ihr nicht verzeihen, was
sie uns angetan hat. Kaum zu glauben, dass das erst ein Jahr her war und was in
der Zeit geschehen ist. Unser Dad kam einem Drogendealer in die Quere und hat
vor wenigen Wochen das zeitliche gesegnet. So bin ich allein mit den beiden,
die von meiner Familie übrig geblieben sind.
»Mary, bleib bei deinem Bruder. Esst eine Kleinigkeit und verlasst unter keinen
Umständen den Container alleine.« Ich schaue sie eindringlich ein.
»Aber warum denn? Du bist doch gerade erst wieder gekommen.« Ihre Stimme ist
nicht viel mehr als ein zartes Piepsen.
»Du weißt warum und jetzt sei brav und kümmere dich gut um deinen Bruder. Bevor
die Sonne untergeht, bin ich wieder bei euch.«
Ich bin schon fast zur Tür hinaus, als ich ihre Stimme noch einmal höre.
»Versprichst du es?« Ich stocke, aber ich drehe mich nicht um.
»Ich verspreche es,« hauche ich und gehe hinaus. Mary weiß, dass ich eigentlich
nichts versprechen kann.
Mit schnellen Schritten bin ich auf dem Markt und bahne mir einen Weg durchs Gewusel.
Wie von selbst tragen mich meine Füße zu
dem Ort, an dem ich meinen Auftraggeber erwarte. Die schwere Tasche, die ich
seit meinem Aufbruch bei mir trage, fest um meinen Körper geschlungen.
In einer Halle finde ich ihn und seine Bodyguards. Ich kenne seinen Namen
nicht, aber der ist auch unwichtig. Was zählt, ist der abgeschlossene Auftrag
und das ich mein Geld bekomme.
Ich reiße mir die Tasche von den Schultern und werfe sie vor seine Füße ohne
ein Wort zu sagen. Ich will den abgeschnittenen Körperteil nur noch loswerden,
aber ich verziehe keine Miene. Meine Gedanken muss er nicht erahnen können.
Seine Lippen verziehe sich zu einem ekelhaften grinsen, als er sich von einem
seiner Männer den Beutel öffnen lässt. Mit einem Kopfnicken gibt er ihnen zu verstehen,
dass man mir mein Geld geben solle und als ich es erhalte, schwinge ich die
Hufe um möglichst weit wegzukommen. So Tough ich auch tue – ich bin eigentlich
nur ein kleines Mädchen, dem die Angst im Nacken sitzt.
Mit meinen achtzehn Jahren, habe ich schon mehr Männer umgebracht, als die
restliche Bevölkerung Zombies und ich bin nicht stolz darauf, von so einem
Gewerbe zu leben. Aber ich habe mir einen Namen gemacht und dass alles nur,
damit ich meine Familie versorgen kann.
Innerhalb eines Jahres, kann sich die Welt eines jeden vollkommen verändern und man muss
erkennen, wer hier draußen die wahren Ungeheuer sind.
Betty ist eine fiktive Figur. Sie kommt nicht in Wasteland vor und dient nur
der Veranschaulichung. Ich hoffe mein Beitrag über das Leben als Ragtag,
hat sich neugierig auf das Buch gemacht. Wasteland erscheint am 5.04.
bei Im.Press.
 
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Das Buch
 
Titel: Wasteland – Tag des Neubeginns
 
Verlag: Carlsen Im.press
 
Reihe: Wasteland #1
 
Autor: Emily Bähr
 
Seiten: 388
 
Preis: 3,99€ (d)
 
Format: eBook
 
ISBN: 978-3-646-60424-5
 
 Hier geht es zum Verlag, zu Amazon oder zu Thalia
 
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Der Klappentext

**Gegen den Rest der Welt**
Umgeben von Schrott und nuklearem Ödland
kämpft die 17-jährige Lys gemeinsam mit ihrem Vater ums tägliche
Überleben. Wesen, die nicht mehr menschlich sind, durchstreifen das Land
und nur die Mauer der Siedlung schützt die beiden vor ihrem sicheren
Tod. Als ihr Vater spurlos verschwindet, ist Lys plötzlich auf sich
allein gestellt und die Situation scheint für sie ausweglos. Bis sie
einem Kopfgeldjäger begegnet, der sich selbst nur »Z« nennt und ihr
anbietet sie in die nächste Stadt zu führen. Damit muss sich Lys
allerdings nicht nur dem grausamen Alltag außerhalb ihrer Siedlung
stellen, sondern auch den Gefühlen, die der verschwiegene Z in ihr
hervorruft…

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