Lohrke, Meike – Split: Götterseele [Rezension]

Hallo ihr Lieben. Heute möchte ich euch Split – Götterseele von Meike Lohrke vorstellen. Ein Buch, das meiner Meinung nach erheblich mehr Aufmerksamkeit verdient hätte, weil es endlich mal was anderes ist.

Übersicht:

Titel: Split: Götterseele
Reihe: Ja. Band 1 von 2.
Autorin: Meike Lohrke
Verlag: Carlsen Impress
Preis: 3,99€
Format: eBook

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**Wenn das Göttliche in dir dein ganzes Leben verändert…** 
Schon seit sie denken kann, schwärmt die 17-jährige Lani für Sam, ihren göttlich attraktiven Nachbarn. Doch dieser ist ein absoluter Einzelgänger und verhält sich stets kalt und abweisend. Ganz im Gegensatz zu seiner charismatischen Zwillingsschwester Samantha, die Lani eines Nachts kennenlernt und mit der sie sich auf Anhieb versteht. Erst mit der Zeit merkt Lani, dass die beiden Geschwister ein außergewöhnliches Geheimnis verbindet, das sie um jeden Preis wahren wollen. Und dass sie erst einmal Sams wahres Wesen verstehen muss, um ihm näherzukommen…

Aller Anfang ist schwer …

Ich muss gestehen, am Anfang war ich etwas … gelangweilt? Meine tiefsten Befürchtungen vom Klappentext schienen sich bestätigt. Ein typisches High School YA-Drama (#derboyistsounnahbar) und ich musste mich nach ca. 10% echt zwingen, weiterzulesen. Gott sei Dank habe ich es getan, denn auf einmal war das die schwarzhaarige Frau.

Der Klappentext lässt leider wenig darauf schließen, aber in Split – Götterseele gibt es eine gewaltige Mystery / Horror-Komponente, die dem Buch erst richtig Feuer verleiht.

… bis es dann *klick* gemacht hat

Während vordergründig Lani versucht ihrem Schwarm / ehemaligem Sandkastenfreund näher zu kommen (was mit persönlich am Anfang etwas zu viel der Handlung einnimmt), kristalisieren sich im Hintergrund zwei größere, wesentlich interessantere Probleme heraus.

Eines möchte ich nicht spoilern, aber so viel sei gesagt: Es hat mit Sam und seiner ominösen Zwillingsschwester zu tun und sorgt für ordentlich Chaos.

Das Zweite wiederum hat mit einer mysteriösen, monsterhaften, schwarzhaarigen Frau zu tun, die immer wieder nachts an der Kreuzung vor Lanis Haus auftaucht und allen Rätseln aufgibt. Nur Lani und Samantha, Sams Schwester, können sie sehen, wissen aber, dass auch ihr verschwundener Kindheitsfreund Aiden früher von dieser Erscheinung erzählt hat. Aber so wirklich nahe kommen wir der Lösung des Rätsels nicht, da die wenigen Eingeweihten kaum etwas Preis geben.

*schauder*

Charaktere und Schreibstil

Während mich die Story immer mehr in ihren Bann ziehen konnte und ich auch zunehmend Zugang zu den interessanten und abwechslungsreichen Charakteren fand, hat mir doch eines etwas Bauchschmerzen bereitet und das war der Text selbst.

Die Dialoge waren mir stellenweise zu hölzern, stellenweise zu übertrieben, was sich aber im Laufe des Buches, als die Charaktere miteinander warm wurden, erheblich gebessert hat und insgesamt kann man Meikes Schreibstil auch als sehr angenehm und flüssig bezeichnen. Sie schafft es wunderbar die schaurige Stimmung rüberzubringen.

Allerdings sind mir im Text viele Wiederholungen aufgefallen. Nicht nur an Worten, sondern auch an Satzstrukturen – stellenweise fangen fünf Sätze hintereinander mit einem Subjekt an, Dinge, die einem als Autor beim Schreiben einfach passieren, und da habe ich mich gefragt:

Wo war da das Lektorat?

Und als ich dann weiter hinten im Impressum geschaut habe, stand dort nichts. Nada. Nothing. Kein Wort von einem Lektor / einer Lektorin, was mich doch etwas den Kopf schütteln lässt bei einem Verlagsbuch – auch wenn es zuvor im Selfpublishing war.

Fazit

Eine wahnsinnig interessante Story, die mich mit Spannung und abwechslungsreichen Charakteren nach einem ruppigen Start vollkommen in ihren Band ziehen konnte.

Aber ernsthaft: WO WAR DAS LEKTORAT?!

Ein Kommentar

  1. Die mystischen Aspekte klingen auf jeden Fall spannend! Aber deine sprachlichen Anmerkungen und der zähe Beginn (bin auch nicht so der Fan von den typischen YA Romanzen) wären wohl auch nichts für mich.

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